Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik
Caspar David Friedrich und sein Freundeskreis
Caspar David Friedrich (Greifswald 1774–1840 Dresden), der bedeutendste Maler der Dresdner Romantik, lebte von 1798 bis zu seinem Tod in Dresden. Hier schuf er den größten Teil seiner Werke, von denen sich etwa 150 Gemälde und mehrere hundert Zeichnungen erhalten haben. Aufgrund seines introvertierten Wesens galt er als Einzelgänger und Sonderling. Friedrich war jedoch stets von Freunden und Weggefährten umgeben, mit denen er in intensivem künstlerischen Austausch stand und gemeinsam auf Reisen ging. Zum engen Freundeskreis gehörte der Maler Gerhard von Kügelgen. Seine Wohnung war ein Treffpunkt des Dresdner Romantiker-Kreises. Mit Kügelgens
Familie verbrachte Friedrich die Sommermonate in Lotzdorf bei Radeberg. Caroline Bardua, eine Schülerin Kügelgens, und Kügelgen selbst porträtierten Friedrich. Zum Freundeskreis zählten außerdem die Malerin Louise Seidler, die ebenfalls bei Kügelgen Unterricht in der Porträtmalerei nahm, und der Maler Georg Friedrich Kersting. Im Juli 1810 reiste Friedrich gemeinsam mit Kersting in das böhmische Riesengebirge, wo sich beide gegenseitig zeichneten. Im Jahr darauf malte Kersting zwei Atelierbilder, die Friedrich und Kügelgen in ihrer jeweils charakteristischen Arbeitsatmosphäre zeigen. Der Mord an Gerhard von Kügelgen, in dessen Familienkreis sich Friedrich wohlgefühlt hatte, lähmte ihn künstlerisch einige Zeit. Er schuf den Entwurf für Kügelgens Grabstein auf dem Alten Katholischen Friedhof und malte 1821/22 dessen Grab. Das Gemälde machte er Kügelgens Witwe zum Geschenk.
